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Baden-Baden

Neues Beiblatt 2 zur DIN 4108

Eine fachgerechte Ausführung von Konstruktionsdetails zur Vermeidung von Wärmebrücken, wie sie bei Balkonanschlüssen entstehen können, ist für den Wärmeschutz von zentraler Bedeutung. Produktlösungen müssen künftig nach Beiblatt 2 der DIN 4108 Anforderung

Eine fachgerechte Ausführung von Konstruktionsdetails zur Vermeidung von Wärmebrücken, wie sie bei Balkonanschlüssen entstehen können, ist für den Wärmeschutz von zentraler Bedeutung. Produktlösungen müssen künftig nach Beiblatt 2 der DIN 4108 Anforderungen an die äquivalente Wärmeleitfähigkeit, den λeq-Wert erfüllen. Bildquelle: © electriceye / Fotolia

Für Produkte wie den Schöck Isokorb liefert der Bauteilspezialist bereits seit vielen Jahren die entsprechende Wärmeleitfähigkeit, den λeq-Wert, der im vereinfachten Ansatz zum Nachweis der Anforderungen nach Beiblatt 2 der DIN 4108 nötig ist.

Für Produkte wie den Schöck Isokorb liefert der Bauteilspezialist bereits seit vielen Jahren die entsprechende Wärmeleitfähigkeit, den λeq-Wert, der im vereinfachten Ansatz zum Nachweis der Anforderungen nach Beiblatt 2 der DIN 4108 nötig ist. Bildquelle: Schöck Bauteile GmbH

Berücksichtigung von Wärmebrücken: Neue Anforderungen

Bei der Berücksichtigung von Wärmebrücken mit dem vereinfachten Ansatz kann künftig nach Beiblatt 2 der DIN 4108 zwischen Wärmebrücken der Kategorie A und B unterschieden werden. Dafür müssen Produktlösungen für Balkon- und Attikaanschlüsse oder für den Gebäudesockel Anforderungen an die äquivalente Wärmeleitfähigkeit, den λeq-Wert, erfüllen. Informationen und Unterstützung zur Anwendung des neuen Beiblatts liefert die Schöck Bauteile GmbH mit einem Webinar, dem Schöck Wärmebrücken-Rechner und einer überarbeiteten Technischen Information Bauphysik.

Planer und Architekten können nach DIN 4108 den Energieverlust durch auskragende Bauteile entweder pauschal, vereinfacht oder detailliert berechnen. Nach dem neues Beiblatt 2 gilt nun eine Aufsplittung des vereinfachten Ansatzes: Wärmebrücken können der Kategorie A oder der neu eingeführten Kategorie B zugeordnet werden. Der vereinfachte Ansatz nach Kategorie A wird dabei wie bisher mit einem Wärmebrückenzuschlag ΔUWB = 0,05 W/(m²K), der nach Kategorie B mit ΔUWB = 0,03 W/(m²K), berechnet. Wird ein Balkonanschluss mit einem Schöck Isokorb der Dicke 80 mm und einer äquivalenten Wärmeleitfähigkeit λeq ≤ 0,13 W/(m·K) ausgeführt, entspricht das Detail den Anforderungen an Kategorie A.

Wird dagegen ein tragendes Wärmedämmelement mit 120 mm Dämmdicke verwendet, entspricht das einer Wärmebrücke der Kategorie B und es kann der vereinfachte Ansatz mit ΔUWB = 0,03 W/(m²K) herangezogen werden.

Herstellerangaben der äquivalenten Wärmeleitfähigkeiten λeq

Der Bauteilspezialist Schöck aus Baden-Baden liefert bereits seit vielen Jahren zu seinen Produkten Isokorb, Novomur, Combar und Isolink die entsprechende Wärmeleitfähigkeit, den λeq-Wert, der im vereinfachten Ansatz zum Nachweis der Anforderungen nach Beiblatt 2 der DIN 4108 nötig ist. Der λeq-Wert bzw. der produktdickenabhängige Wärmedurchlasswiderstand Req-Wert erlaubt darüber hinaus eine Vergleichbarkeit der Produkte hinsichtlich ihrer Wärmeleitfähigkeit. λeq kann auch für eine detaillierte Berechnung der Wärmeverluste durch eine Wärmebrücke (ψ-Wert) verwendet werden.

Webinar: Neues Beiblatt 2 und die KfW

Über das Beiblatt 2 und die Auswirkungen auf KfW-Projekte informiert Schöck kostenfrei in mehreren Webinar-Terminen. Ein KfW-Experte stellt dabei unter anderem die Neuerungen des Beiblatt 2 und des neuen GebäudeEnergieGesetz (GEG) vor und beantwortet Fragen: Worauf ist bei der Planung von Projekten in puncto Wärmeschutz künftig zu achten? Was muss für den KfW-Nachweis nach den neuen Anforderungen beachtet werden? Die Anmeldemöglichkeiten finden Interessierte unter www.schoeck.de/webinare.

Wärmebrücken-Rechner: Ψ-Wert einfach online berechnen

Mit dem Wärmebrücken-Rechner von Schöck können Architekten, Tragwerksplaner und Bauphysiker in fünf Schritten die bauphysikalischen Eigenschaften von Balkonen, Attiken und Brüstungen berechnen. Wärmeströme, Oberflächentemperaturen und Wärmedurchgangskoeffizienten ψ lassen sich damit online und professionell in einer individuellen Konstruktion ermitteln. Dabei kann auch der Referenzwert für ψ aus dem Beiblatt 2 nachgewiesen werden, wenn die Konstruktion von den vorgegebenen Details abweicht. Der Rechner und ein Video-Tutorial finden sich unter www.schoeck.de/de/waermebruecken-rechner.

Überarbeitet: Technische Information Bauphysik

Auf Grundlage des neuen Beiblatts 2 der DIN 4108 hat Schöck zudem die Technische Information Bauphysik für Balkone, Laubengänge und Attiken überarbeitet. Architekten, Planer, Statiker können die aktualisierte Information unter www.schoeck.de/ti-bauphysik downloaden.

Energieverbrauch senken, EU-Richtlinien umsetzen

Hintergrund des überarbeiteten Beiblatts 2 ist das Ziel, dem Stand der Technik gerecht zu werden und den Energieverbrauch weiter zu senken. Das ist eine der Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie, die auf nationaler Ebene bis 2020 im GebäudeEnergieGesetz (GEG) umgesetzt werden soll. Die Wärmedämmung von Wärmebrücken wird dort nach DIN 4108 Beiblatt 2 ermittelt. Das GEG führt die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014/2016), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammen und liegt aktuell im Entwurf vor.

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