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Wie plant man ein Passivhaus?

Das Passivhaus Projektierungspaket

Zur Planung eines Passivhauses wird das sogenannte Passivhaus Projektierungs Paket (PHPP) verwendet welches aus einer Tabellen-Kalkulations-Arbeitsmappe und einem Handbuch besteht. Damit kann auch die KFW-Förderung beantragt werden.

Das PHPP umfasst alles, um ein sicher funktionierendes Passivhaus planen zu können und berücksichtigt dabei die aktuelle Normung sowie weltweit die regionalen Klimadaten und den genauen Standort des geplanten Passivhauses.

Enthalten im PHPP sind die Tools für

  • die Berechnung von Energiebilanzen (inkl. U-Wert-Berechung)
  • die Projektierung der Fenster
  • die Projektierung der Komfortlüftung
  • die Auslegung der Heizlast
  • die Voraussage für den sommerlichen Komfort
  • die Auslegung von Heizung und Warmwasserbereitung

Und viele weitere nützliche Werkzeuge für die zuverlässige Projektierung von Passivhäusern, sowie auch:

  • den Nachweis für die Förderung von Passivhäusern (z.B. durch die KfW)
  • den vereinfachten Nachweis nach der Energiesparverordnung (EnEV)
  • ein ausführliches Handbuch, in dem nicht nur das Verfahren des PHPP erläutert ist, sondern alle wichtigen Merkpunkte für den Bau von Passivhäusern zusammengestellt sind: Also das Passivhaus-Baupraxis-Buch schlechthin.

Kosten für Passivhäuser

Zwar erforderte das erste Passivhaus 1991 noch 20% Mehrkosten im Vergleich zu einem ähnlichen Gebäude in „klassischer" Bauweise. Bei diesem Haus waren viele Teile jedoch noch von Hand zu fertigen (z.B. Fenster) bzw. einzelne Aggregate mussten von erschiedenen Herstellern bezogen und erst aufeinander abgestimmt werden (z.B. die Lüftungsanlage).

Heute kann ein in kompakter Bauweise erstelltes Passivhaus, bei dem auf eine konventionelle Heizung verzichtet wird, zu nahezu den gleichen Kosten errichtet werden wie ein Niedrigenergiehaus. Der Arbeitskreis „kostengünstige Passivhäuser" strebt Baukosten von 1500 Euro/m2 ohne Grundstück an. Die Mehrkosten eines Passivhauses im Vergleich zu einem Neubau gemäß der gültigen Wärmeschutzverordnung können sich in Einzelfällen durch Minderkosten sogar völlig ausgleichen.