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Was ist ein Passivhaus?

Wieviel Energie braucht ein Passivhaus?

Passivhäuser sind die konsequente Weiterentwicklung des sogenannten „Niedrigenergiehaus-Standards". Sie benötigen im mitteleuropäischen Klima fast keine Heizenergie mehr. Ihre Heizenergiebedarf liegt bei weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m2a), das entspricht einer Menge von 1,5 l Heizöl pro Quadratmeter und Jahr.
Zum Vergleich: ein Gebäude nach derzeitigem gesetzlichem Standard (EnEV 2009) benötigt ca. 60 kWh/m2a. Der Gesamt-Energieverbrauch (inkl. Haushaltsstrom und Warmwasserbereitung) eines Passivhauses liegt in der Regel unter 30 kWh/m2a.

Die Idee vom „Passivhaus"

„Passivhäuser" werden als solche bezeichnet, weil sie kein aktives Heizungssystem zum Heizen der Wohnung bzw. zur Warmwasseraufbereitung besitzen. Ihren Wärmebedarf decken sie fast vollständig über sogenannte „innere Gewinne", über „passivsolare Gewinne" sowie mit Hilfe einer technisch einfachen Wärmerückgewinnungsanlage. Darüber hinaus kann durch den Einsatz besonders Strom sparender Haushaltsgeräte und mit Hilfe einer solaren Warmwasserbereitung  der Energieverbrauch so weit gesenkt werden, dass er insgesamt nicht höher ist als der Energieeinsatz, der in bestehenden Gebäuden für Licht und Elektrogeräte aufgewandt wird. Im Vergleich zu anderen Konzepten zur Energieeinsparung bzw. zur Nutzung regenerativer Energie sind beim Passivhaus keine weiteren Komponenten erforderlich, die zusätzliche Kosten verursachen.