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Temperaturfaktor f

Der Temperaturfaktor beschreibt die wärmedämmende Qualität von Außenbauteilen und ist ein Kennwert um die Gefahr von Schimmelpilzbildung an einer Konstruktion abschätzen zu können.

Definiert ist der Temperaturfaktor fRsi als Temperaturdifferenz  zwischen raumseitiger Oberflächentemperatur und Außenlufttemperatur (θsi – θe) bezogen auf die Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außenluft (θi – θe):

Formel_001

Mindestanforderung nach DIN 4108-2

Die Mindestanforderung für den fRsi-Wert dient zur Vermeidung von Schädigungen der Bausubstanz durch Tauwasserausfall. Hierfür gilt:

Formel_002

Entweder können Wärmebrücken gemäß DIN 4108, Beiblatt 2 ausgebildet werden oder es muss ein fRsi > 0,7 an der ungünstigsten Stelle der Konstruktion nachgewiesen werden. Der Nachweis erfolgt durch einen Wärmebrückenkatalog oder muss nummerisch berechnet werden.

Der fRsi-Wert ist ein relativer Wert und hat somit den Vorteil, dass dieser nur von der Konstruktion der Wärmebrücke, und nicht wie θsi von den angesetzten Außenluft- und Innenlufttemperaturen abhängt. Der Temperaturfaktor besitzt den Wert f=1, wenn die minimale raumseitige Oberflächentemperatur θmin der Raumlufttemperatur entspricht und f=0, wenn sie der Außenlufttemperatur entspricht (siehe Abbildung 12).

 

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Abbildung 12: Zur Definition des fRsi-Wertes