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Neue Schöck-Niederlassung in Kanada

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Innovative Glasfaserbewehrung schlägt eine Brücke nach Übersee

Am 01. April nahm die Schoeck Canada Inc. offiziell ihre Tätigkeit in Kitchener/Ontario auf. Die Anfang 2009 gegründete Gesellschaft ist eine Niederlassung des deutschen Bauelementeherstellers Schöck aus Baden-Baden. Schöck konzentriert sich in Kanada auf die Vermarktung des glasfaserverstärkten Bewehrungssystems Schöck ComBAR.

„Das ComBAR-System ist eine erprobte Lösung für Bewehrungen in hochkorrosivem oder elektromagnetischem Umfeld. Wir sind sicher, dass der kanadische Markt für diese Technologie ein großes Potenzial aufweist“, erklärt Nikolaus Wild, Aufsichtsratsvorsitzender der Schoeck Canada Inc. und Vorstand der Schöck AG in Baden-Baden. "Wir suchen die Nähe zu unseren kanadischen Kunden. Die neue Niederlassung ermöglicht kurze Lieferzeiten sowie kompetente Engineeringleistungen vor Ort. Außerdem können wir so direkte Baustellenunterstützung anbieten", so Wild.

Erfahrung im kanadischen Brückenbau

Dipl.-Ing. Christian Witt Baquero ist Vice-President der Schoeck Canada Inc. und dort verantwortlich für Vertrieb und Engineering. Er ist seit Januar 2006 in Deutschland und seit 2007 in Kanada als Vertriebsingenieur und Projektleiter tätig. Er betreute Projekte in Europa und Kanada, bei denen das ComBAR-System eingesetzt wurde. Beispiele hierfür sind die Irvine Creek-Brücke, die Walker Road-Unterführung, die McHugh Street-Fußgängerbrücke und die Little River-Brücke. Alle Objekte liegen in der Umgebung von Windsor, Ontario. Weitere Projekte sind die Dwyer Hill-Straßenbrücke und die Ashton Station-Brücke in Ottawa. Im Quantum-Nano-Centre der University of Waterloo wurde das ComBAR-Bewehrungssystem erstmalig im Fundament eines Forschungskomplexes verbaut. Der Einbau wurde Anfang dieses Jahres abgeschlossen.

Bei zukünftigen Brückenprojekten soll die Bewehrung sowohl in den Brückendecks wie auch in den seitlichen Prallwänden eingebaut werden. Das Schöck ComBAR-Bewehrungssystem für Wände wird derzeit durch die Anwendung eines Finite-Elemente-Modells weiter optimiert. Das Modell wird kalibriert anhand von Daten aus Crashtests von stahlbewehrten Wänden sowie Daten aus Labortests mit ComBAR-bewehrten Betonsegmenten. Die Absicherung der Konstruktion durch einen vollumfänglichen Crashtest eines optimierten ComBAR-bewehrten Wandsegments steht kurz bevor.

Geprüft und genehmigt

Im Vergleich zu anderen glasfaserverstärkten Systemen weisen die Schöck ComBAR-Bewehrungsstäbe eine wesentlich höhere Zugfestigkeit sowie einen deutlich höheren Elastizitätsmodulus auf (E = 60 GPa). Die Verbundeigenschaften entsprechen denen von Stahlbewehrung. Mit einer planmäßigen Lebensdauer von über 100 Jahren sind die Stäbe beständiger als die Glasfaserprodukte der ersten Generation. "Schöck ComBAR wurde in Europa bereits ausgiebig getestet. Derzeit laufen Tests an der University of Toronto um Erfüllung der Anforderungen von ISIS Canada nachweisen. Als Mitglied des technischen Ausschusses CSA S806 sind wir beteiligt an der Entwicklung von zukünftigen Vorschriften zur Konstruktion und Anwendung von glasfaserverstärkten Bewehrungen in Kanada“, bestätigt Jörg Schweinfurth, Präsident der kanadischen Niederlassung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.schoeck-canada.com.

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