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Neue Balkone für Rheuma-Patienten

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Bad Aibling: Zusätzliche Erholung durch neue Balkonanlage

Das Wohlfühlen des Patienten bedingt eine schnelle Genesung: Dieser Aspekt fand auch bei der Balkonmodernisierung der Rheumaklinik in Bad Aibling Beachtung. Doppelbalkone mit integriertem Sichtschutz sollen nach der Gebäudemodernisierung den Patienten einen zusätzlichen Erholungswert bieten. Eine schnelle Montage spielte bei der Anbringung der Balkonanlage an die bestehende Fassade eine große Rolle. Zudem sollte die thermische Trennung vom Gebäudebestand sowie ein entsprechender Brandschutz gewährleistet sein. Nach der Montage durften die Anschlüsse nicht mehr sichtbar sein. Das von Schöck entwickelte Balkonsystem setzt diese Anforderungen gekonnt in eine Konstruktion um, die statische Sicherheit, thermische Trennung und Ästhetik bietet.

Die Sanierungsmaßnahmen der Rheuma-Klinik in Bad Aibling umfassen neben der Modernisierung der Innenräume insbesondere die Neugestaltung der Fassade und eine nachträgliche Montage von insgesamt zehn Balkontürmen mit jeweils vier Doppelbalkonen und einem Fertigteildach. Die Entwicklung der Anschlüsse erfolgte nach den Vorgaben des Bauherren, der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern, die eine optimale thermische Trennung der Balkone forderte, um einen unnötigen Wärmeverlust über die Balkonanschlüsse zu vermeiden. Zudem sollten die Anschlüsse nach der Montage nicht mehr sichtbar sein und ein Anbringen der Balkone nach der Fertigstellung der Fassade zulassen. Weitere Vorgabe war, dass ein entsprechender Brandschutz nach Feuerwiderstandsklasse F90 gewährleistet ist. Die schnelle Montage der Balkone hatte eine hohe Priorität, damit die Patienten nach der Sanierungszeit möglichst schnell in den Genuss der neuen, sehr großzügig bemessenen Balkone kommen konnten und der Klinikbetrieb nicht unnötig lang durch Lärm gestört war.

Lösung mit integrierter Isokorb-Technologie

Für diese Anforderungen wurde von den Schöck-Ingenieuren ein Anschlusselement entwickelt, das die bewährte Isokorb-Technologie integriert. Sie gewährleistet eine thermische Trennung der Balkone vom Gebäudebestand. Nach außen bekommt der spezielle Isokorb einen Adapter zur Aufnahme der Balkonplatte und der Stützelemente. Damit die Anschlüsse nach der Montage nicht mehr sichtbar sind, sind sie innerhalb der Stirnfläche der Balkone beziehungsweise der Balkonstützen angeordnet. Für die einzelnen Elemente wurde hochwertiger Edelstahl verwendet. Die statische Anforderung der Beweglichkeit der Anschlüsse realisieren dabei spezielle Gleitlager. Der integrierte „Schöck Isokorb KST“ ermöglicht zudem die thermische Trennung. Dieser speziell für den Stahlbau entwickelte Isokorb erfüllt die Anforderungen an eine effektive Reduzierung der Wärmebrücken bei zugleich hoher statischer Stand –und Ermüdungssicherheit. Das Bauteil gewährleistet durch seine 80 Millimeter Dämmfuge und die Verwendung von Edelstahl eine hervorragende Wärmedämmung – aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit. Der KST sorgt dafür, dass bei üblicher Raumfeuchte kein Tauwasser entstehen kann. Durch die Optimierung der wärmeleitenden Querschnittsfläche reduzieren sich Wärmebrücken auf ein absolutes Minimum. Die Temperaturdehnung innerhalb der äußeren Stahlbetonkonstruktion kann durch die gewählten Anschlüssen ermüdungssicher aufgenommen werden.

Schnelle Montage

Mit dem Fertigteilwerk Klaus aus Kissing fand Schöck einen Partner, der die hohen Anforderungen an Genauigkeit und Qualität optimal erfüllen konnte. Die Firma Klaus montierte zudem auch die Pylone und Balkone. Der erste Bauabschnitt der Balkonerneuerung umfasst die Montage von drei Balkontürmen und ist bereits abgeschlossen. Die restlichen Balkontürme werden in zwei weiteren Bauabschnitten bis Anfang 2010 montiert. In der ersten Bauphase der Balkonmontage werden die Wandanschlüsse an die bestehenden Decken montiert. Die Montage der Wandanschlüsse umfasst auch die Isokörbe und Adapter. Nach der Fertigstellung der Fassade werden die Balkone an die Anschlüsse montiert. Hierbei wird zunächst der Stützenpylon aufgestellt und an Anschlusselementen der fünf Geschossdecken befestigt. Das Aufsetzen der Balkonplatten erfolgt von unten nach oben. Mittig sitzen diese auf Konsolen der Stütze auf und seitlich werden sie mit den Anschlüssen verschraubt. In der obersten Ebene wird die Balkonkonstruktion über identische Auflagerpunkte mit einer Fertigteil Dachplatte abgeschlossen.

Bei der Planung der Balkonanlage war zu beachten, dass alle Anschlüsse der jeweiligen Balkontürme zu einer Gesamtebene ausgerichtet werden mussten. Ein Ausgleich der Toleranzen in der bestehenden Gebäudesubstanz war unerlässlich. Aufgrund der Länge der einzelnen Stützenpylone und der damit verbundenen Temperaturverformungen müssen die Anschlüsse Dehnungen und Verdrehungen der Konstruktion zwängungsfrei aufnehmen können. Die Stützenpylone mussten im Fundamentbereich passgenau in ein Köcher gesetzt werden.

Die Sanierung der Rheumaklinik in Bad Aibling zeigt: Eine umfassende Erneuerung der Balkonanlage kann schnell erfolgen und für ein ansprechendes Äußeres sorgen. Das Anschlusssystem von Schöck verbindet statische Sicherheit und thermische Trennung mit gestalterischer Freiheit. Die hohe Standardisierung macht sich besonders bei einer hohen Anzahl von Balkonanschlüssen bemerkbar. Denn die einfache Kalkulation und der einmalige Planungsaufwand bieten dann enormes Einsparpotential. Die erzeugte Routine verkürzt die Montagezeit auf der Baustelle und spart somit weitere Kosten. Für den Immobilienbesitzer ist das im Hinblick auf die Kosten des Sanierungsleerstandes besonders interessant.

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