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Baden-Baden

Mit Spitzenergebnis ins Jubiläumsjahr

Schöck Hauptversammlung
Innovationen und Internationalisierung sichern Arbeitsplätze


Der Bauteilespezialist Schöck ist mit einer erfolgreichen Bilanz des letzten Geschäftsjahres in das Jubiläumsjahr 2012 gestartet. „Die Steigerungsraten bei Umsatz und Mitarbeitern waren in 2011 deutlich zweistellig und mit verstärkten Investitionen haben wir die Weichen zur strategischen Zukunftssicherung gestellt", resümierte Vorstandsvorsitzender Nikolaus Wild bei der Hauptversammlung der Schöck AG in Baden-Baden. Die Unternehmensgruppe hat im Berichtsjahr einen Umsatz von 105 Mio. EUR erreicht und beschäftigte im Jahresdurchschnitt 500 Mitarbeiter. Der Umsatz stieg zum Vorjahr um 34% an. Hauptmarkt ist nach wie vor Deutschland mit einem Umsatzanteil von über 50%. Auch das Ergebnis lag deutlich über dem Vorjahr. Die Sachinvestitionen betrugen im Berichtsjahr 7,6 Mio. Euro. Alleine am Standort Baden-Baden wurden rund 5 Mio. in Produktionskapazitäten und Gebäudeumbaumaßnahmen investiert. Finanziell steht das Unternehmen mit einer Verdoppelung von Ergebnis und Cashflow gesund da. Von der Korrektheit des Jahresabschlusses im Konzern und in den Einzelgesellschaften überzeugte sich Wolfgang Hammer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hammer in Baden-Baden. Die Unternehmensstrategie, basierend auf Innovationen und Internationalisierung, konnte konsequent fortgesetzt werden.

Erfolgreicher Start in Russland

Besonders positiv wirkten sich die steigenden Baugenehmigungen im deutschen Wohnbau auf den Absatz des Hauptproduktes Isokorb aus.  Das Wachstum in dem für Schöck wichtigen Mehrfamilienhausbau betrug im Heimatmarkt in 2011 +27% zum Vorjahr. Auch im Nichtwohnbau stiegen die Baugenehmigungen um +11% im Vergleich zu 2010 an. Im Ausland hielt der Wachstumstrend ebenso an. Besonders erfreulich verlief die Entwicklung im jungen russischen Markt. Die in 2011 gegründete eigene Gesellschaft mit Sitz in Moskau hat bereits im ersten Jahr ein positives Ergebnis erzielt.  Frankreich etablierte sich zu einem bedeutenden Kernmarkt in Europa. Für Frankreich und Russland wurden die Produktionskapazitäten in der Schöck-Zentrale um 1.600 qm erweitert. Die internatonale Markteinführung der Isokorb-Generation XT mit verbesserter Wärmedämmung hat ebenso zu einem signifikanten Wachstum beigetragen. Der Aufbau der Märkte in Nordamerika und Asien wurde weiter vorangetrieben. Erste Bauprojekte mit Isokorb-Technologie wurden in Kanada und USA realisiert.

Öffnung für Sanierungsmarkt

Motor für die Innovationen bleibt bei Schöck die Energieeffizienz von Gebäuden. Vor dem Hintergrund dauerhaft hoher Energiepreise und die Verpflichtung der europäischen Märkte zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bleibt der Bedarf anhaltend hoch, insbesondere durch die gesteigerte Nachfrage bei Bestandsgebäuden. Ein wichtiger Meilenstein für die Öffnung des Sanierungsmarktes war die Einführung eines neuen Isokorb-Typs für den nachträglichen Anschluss von Balkonen an bestehende Gebäude mit thermischer Trennung.  Für diesen Isokorb R hat Schöck die bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik, Berlin im Herbst 2011 erhalten. Architekten und Planern steht damit ein umfassendes Produktsortiment für die Sanierung von Bestandsgebäuden mit Balkonen zur Verfügung.

Ausblick

Die Wohnungsbauentwicklung in Deutschland und Europa wird das Geschäft von Schöck auch in 2012 positiv beeinflussen. Wenn auch sehr differenziert, da sich die Wachstumszentren verschieben. Während in den Skandinavischen Märkten ein starker Anstieg prognostiziert wird und auch im Hauptmarkt Deutschland ein leichtes Wachstum der Baugenehmigungen im Wohnbau erwartet wird, sind die Tendenzen beispielsweise in Österreich und der Niederlande rückläufig. Irland und Tschechien bleiben die einzigen Sorgenkinder. Dies stimmte den Aufsichtsratsvorsitzenden Alfons Hörmann alles in allem optimistisch. „Mit der unverändert positiven Entwicklung der Wohnungsbaugenehmigungen in Deutschland und in den europäischen Kernmärkten kann Schöck seinen Wachstumskurs erfolgreich fortführen", so Hörmann gegenüber den Schöck-Aktionären auf der Hauptversammlung. Ebenso werden die Rohstoffpreise, insbesondere die Entwicklung der Stahlpreise, einen direkten Einfluss auf das Unternehmensergebnis haben. Nikolaus Wild bleibt ebenso zuversichtlich: „Wir werden die strategische Innovations- und Internationalisierungsoffensive fortsetzen und weiter in den Aufbau von Ressourcen und die Erschließung neuer Märkte investieren". Eine gute Ausgangsbasis für das Jahr 2012, in dem Schöck sein 50 jähriges Jubiläum feiert.

50 Jahre Schöck – 50 Jahre Innovation

Der Bauingenieur Eberhard Schöck (77) legte mit der Gründung des „Schöck Bautrupp" am 01.04.1962 den Grundstein für die heute erfolgreich tätige Unternehmensgruppe. Als selbständiger Bauunternehmer stellte er Keller für Fertighäuser her. Nach sechs Jahren Bauunternehmertätigkeit begann Eberhard Schöck Produkte aus Beton industriell zu fertigen. Das Kellerfenster   S 2000 in Styroporschalung und ein glasfaserverstärkten Polyesterlichtschacht waren die ersten Erfindungen in den 70er Jahren 1983 wurde der Isokorb am Markt eingeführt – ein tragendes Wärmedämmelement für Balkone. 1985 kam nach erfolgreicher Entwicklungsarbeit das erste Trittschallschutzelement „Tronsole V" hinzu. Der Bauboom der Wende endete Mitte der 90er Jahre. Schöck zieht sich aus den Geschäftsfeldern Rohbau und Schlüsselfertiges Bauen zurück. 2001 kam es zu einer weiteren Zäsur: Schöck trennte sich von der Sparte der Kellerprodukte und konzentriert sich seither auf die Entwicklung und Vermarktung von Bauteilen für Wärmedämmung und Schallschutz. Mit weltweit 500 Mitarbeitern in 12 Standorten vermarktet der Spezialist seine Bauteile in 34 Ländern. Die Schöck Unternehmensgruppe ist nach wie vor im Besitz der Familie Schöck. Eberhard Schöck ist Vorstandsvorsitzender der Eberhard-Schöck-Stiftung in Baden-Baden.

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