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Durchstanznachweis und Verbundnachweis jetzt mit einer Software möglich

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Neu: Bemessungsprogramm Schöck Bole in erweiterter Version

Eine neue Bemessungssoftware - basierend auf der Neufassung der Norm nach dem Entwurf DIN 1045-1/09-2007 - bietet jetzt die Schöck Bauteile GmbH an. Das Programm ermöglicht die wirtschaftliche Bemessung von Durchstanzbewehrungen mit Doppelkopfbolzen. Mit der gleichen Software wird der Verbundnachweis von Fertigteilen wesentlich vereinfacht und auch Doppelkopfbolzen werden als Verbundbewehrung berücksichtigt. Die neue Software steht im Internet unter www.schoeck.de zum Download bereit und kann zudem als CD direkt bei der Schöck Bauteile GmbH in Baden-Baden angefordert werden: per Fax (07223 - 967 454) oder per E-Mail (schoeck@schoeck.de).


Punktförmig gestützte Flachdecken ermöglichen gerade im Industrie- und Gewerbebau eine freie Grundrissgestaltung. Allerdings muss bei dieser Konstruktion das kritische Problem des Durchstanzens gelöst werden. Schöck bietet mit dem Produkt „Bole" eine Bewehrung, die das Durchstanzen effektiv und wirtschaftlich verhindert. Für den dafür erforderlichen Durchstanznachweis nach DIN 1045-1 bietet Schöck jetzt ein neues Bole-Bemessungsprogramm an. Das neu entwickelte Programm ersetzt die Vorgängerversion und greift die Änderungen nach DIN 1045-1/09-2007 auf. So ist auch die Änderung im Bereich des Verbundnachweises bei Fertigteilen in der aktuellen Software integriert.

Neues Modul „Verbundnachweis" integriert

Das Konzept der flexiblen Druckstrebenneigungen nach aktueller DIN 1045-1 in der Verbundfuge ist nicht mehr länger anwendbar und wird ersetzt durch einen additiven Ansatz, welcher den Betontraganteil zuzüglich einer Verbundtragkraft aus entsprechender Bewehrung berücksichtigt. Somit folgt das neue Nachweiskonzept den künftigen Regelungen des Eurocodes EC2. Schöck nahm dies letztes Jahr zum Anlass, eine komplett neue Bemessungssoftware mit dem Modul „Verbundnachweis" zu programmieren. Für Planer wird der Nachweis damit deutlich vereinfacht.

Bislang gestaltete sich der Nachweis mit Doppelkopfbolzen für Fertigteilwerke sehr aufwändig: Der Nachweis für das Durchstanzen selbst als auch der Nachweis für die Verbundfuge bei Einbau in Filigranplatten musste getrennt vollzogen werden. Mit einem Programm für Durchstanzen und einem Programm für Verbund mit Gitterträgern versuchte man der Lage Herr zu werden. Doppelte Arbeit bei der Bemessung und unnötig viel Bewehrung im Durchstanzbereich waren die Folge.

Neufassung der DIN 1045-1 berücksichtigt

Mit der neuen Schöck Bole-Software kann deutlich wirtschaftlicher geplant und produziert werden als bisher. Die Neufassung der DIN 1045-1 findet dabei ebenfalls Beachtung. Die beim Durchstanzen ermittelte Bole-Durchstanzbewehrung kann als Verbundbewehrung mit angesetzt werden - ergänzt durch den noch fehlenden Beitrag durch die Gitterträger. Dabei hat der Anwender die Möglichkeit, zwei Gitterträger-Typen zu definieren. Meist sind dies ein Montagegitterträger als fester Bestandteil und ein Schubgitterträger als Zulage. Für Letzteren berechnet die Software den maximalen Verlegeabstand und die Gitterträger-Länge, so dass die Schubkraft an jeder Stelle abgedeckt ist.

Zudem kann der Verbundnachweis komplett mit Bole-Durchstanzbewehrung erfüllt werden, womit sich gegenüber dem Durchstanzen längere Leisten ergeben. Der Vorteil hierbei besteht darin, dass sich keine Kreuzung von Durchstanzleisten und Schubgitterträgern und somit eine leichtere Montage ergibt.

Mehr Möglichkeiten der Durchstanzbemessung

Aber auch beim Durchstanzen gibt es Neuerungen gegenüber der bisherigen Schöck Bole-Software: Lange Stützen lassen sich jetzt in einen Bereich mit Durchstanzen und Querkraftversagen unterteilen. Bisher verletzten diese aufgrund der Seitenverhältnisse die Kriterien für reines Durchstanzen und der Nachweis musste auf Basis eines Ersatzsystems - wie Wandende oder Randstütze - erbracht werden.

Die neue Software bietet zudem die Möglichkeit, eine Kombination aus langen und kurzen Leisten zu ermitteln, um die maximalen Tangentialabstände laut Zulassung zu erfüllen. Diese Lösung ist deutlich wirtschaftlicher und gerade für Fertigteilwerke mit Lagerhaltung interessant. Da man die Position der unterschiedlich langen Leisten aufplottet, ist ein millimetergenauer Einbau garantiert und das Fertigteilwerk spart Bole-Material beim Konfektionieren der Leisten.

Plattenkanten werden mit dem neuen Bemessungsprogramm nicht länger durch einen separaten Auswahlbutton "Randstütze" bzw. "Eckstütze" definiert. Vielmehr erlaubt die Software das Hinzufügen einer Plattenkante zur Innenstütze mit dem Ziel, eine Rand- oder Eckstütze zu bemessen. Dieser Plattenrand kann zusätzlich noch mit einem Winkel versehen werden, so dass auch Stützen in 125 Grad-Ecken nachgewiesen werden können.

Das Schöck Produktmanagement steht als Ansprechpartner für Fragen und Anregungen zur Verfügung (per Telefon: 07223 - 967 392). Die kostenfreie Bole-Software steht im Internet unter www.schoeck.de zum Download bereit. Fachleute und Interessierte können sie auch direkt bei der Schöck Bauteile GmbH in Baden-Baden als CD bestellen: per Fax (07223 - 967 454) oder per E-Mail (schoeck@schoeck.de).


Baden-Baden, 17. Juli 2008

 

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