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Bewehrung für engste Platzverhältnisse

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Stadtvillen in Bad Herrenalb: Sonderausführung der Schöck Bole

Beim Neubau zweier Stadtvillen am Kurpark in Bad Herrenalb mussten sich die Planer einer scheinbar unlösbaren Aufgabe stellen: Mit bis zu acht Bewehrungsanlagen in der Fundamentplatte sollten die immensen Kräfte aus den oberen Geschossen sicher in den Baugrund übertragen werden – und das mit einem Bolzenkopf, der einen dreifachen Schaftdurchmesser hat. Eine Lösung bot die „Schöck Bole Typ K“ für engste Platzverhältnisse in Fundamentplatten. Bei diesem Sondertyp der Durchstanzbewehrung wird der Verteilerstab so mit dem Bolzenschaft verschweißt, dass er sich auf einen Stab der unteren Bewehrungsanlage abstützt. Dadurch ergaben sich erhebliche Vorteile beim Einbau. Für Fragen zur „Sonder-Bole“ steht das Schöck Produktmanagement als Ansprechpartner zur Verfügung (per Telefon: 07223 – 967 392, per E-Mail: schoeck@schoeck.de). Interessierte erhalten weitere Informationen auch im Internet unter www.schoeck.de.

Gerade bei dicken Fundamentplatten mit etlichen Bewehrungslagen ist das Einfädeln einer fix verschweißten Bolzenleiste eine zeitraubende Angelegenheit. Diese Problematik ergab sich auch beim Projekt „Wohnen am Park“ in Bad Herrenalb. Die zwei Stadtvillen am Kurpark sind mit barrierefreien Wohneinheiten und Tiefgarage ausgestattet. Das Besondere dabei: Die immensen Kräfte aus den darüber liegenden Geschossen mussten in der Fundamentplatte sicher in den Baugrund übertragen werden – und dies durch bis zu acht Bewehrungsanlagen. Für den Bolzenkopf, der dreimal dem Schaftdurchmesser entspricht, eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Eine Sonderausführung der „Schöck Bole“ schaffte hier Abhilfe.

Sondertyp: Schöck Bole Typ K

Die „Bole Typ K“ wurde schon einmal bei einem außergewöhnlichen Bauprojekt eingesetzt: Damals handelte es sich um einen Trinkwasserbehälter, bei dessen Bodenplatte kein Kontakt zwischen Bole und Schalwand durch eingesetzte Kunststoffabstandshalter erlaubt war. Die Bolzenleiste stützt sich damit quasi nur an der umliegenden Bewehrung ab. Daher wurde eine Bole entworfen, deren Verteilerstab auf einer bestimmten Höhe mit dem Bolzenschaft verschweißt ist, so dass sich dieser auf einen Stab der unteren Bewehrungslagen abstützt. Dieses Höhenmaß entspricht der Dicke der darunter liegenden Bewehrungslagen. Nach dem Einfädeln der Bole schließt dann der untere Bolzenkopf bündig mit der Unterkante des untersten Bewehrungsstabes ab. Daraus ergibt sich ein entscheidender Vorteil beim Einbau. Dieser Sondertyp wurde nun auch bei der Tiefgaragen-Fundamentplatte in Bad Herrenalb genutzt. Die untere Bewehrungslage – zwei kreuzweise aufeinander liegende Stabstähle – wurde zuerst ausgelegt. Darauf wurde die Bolzenleiste gestellt und ihr Verteilerstab nun im Abstand von 28 Millimeter vom unteren Bolzenkopf entfernt angeschweißt. Anschließend wurden zwei weitere Lagen der unteren Bewehrung ergänzt, bevor dann die komplette obere Bewehrung zwischen den oberen Bolzenköpfen montiert wurde. Somit klemmte die Bole über den Verteilerstab zwischen den vier Lagen der unteren Bewehrung und konnte daher standfest in Position gehalten werden. Die restlichen Stabstahl-Verlegearbeiten wurden damit unterstützt.

Diese Sondervariante bietet für die spezielle Anwendung „Bodenplatte“ deutliche Einbauvorteile gegenüber den bekannten Schöck Bole Typen Standard, O und U. Der Anwendungsbereich der Schöck Bole Typ K beschränkt sich auf Fundamentplatten mit einer Dicke größer als 350 Millimeter und deutlich hohem Bewehrungsanteil. Die Bolzendurchmesser betragen 20 und 25 Millimeter. Dabei wird die Rippung der Bewehrung mit einem 15-prozentigen Aufschlag des Bewehrungs-Nenndurchmessers berücksichtigt. Zur Herstellung der Bole Typ K ist lediglich eine Angabe zur Höhenlage des Verteilerstabes notwendig. Die Bemessung dieses Sondertyps erfolgt ebenfalls über die Schöck Bole-Software, so wie die bisher bekannten Typen.

Das Schöck Produktmanagement steht als Ansprechpartner für Fragen und Anregungen zur Verfügung (per Telefon: 07223 – 967 392). Fachleute und Interessierte können Informationsmaterial auch direkt bei der Schöck Bauteile GmbH in Baden-Baden bestellen: per Fax (07223 – 967 454) oder per E-Mail (schoeck@schoeck.de).


Baden-Baden, 13. Oktober 2008

 


Bautafel:

Bauherr: Ruland & Partnerunternehmen GmbH, Dossenheim
Architekt: Michael Weindel & Junior Architekten GbR, Waldbronn
Bauunternehmen: FWD Hausbau- und Grundstücks GmbH, Dossenheim
Bauzeit: 2007/2008
Bewehrung: Schöck Bole Typ K von der Schöck Bauteile GmbH, Baden-Baden

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