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Nächste Generation ComBAR®-Bügel. Technisch einen Schritt voraus.

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Die Entwicklung der neuen Generation des ComBAR®-Bügels ist abgeschlossen. Auf den ersten Blick hat sich wenig geändert, technisch ist er jedoch einen Schritt voraus.

Rechtzeitig zur Einführung des EC2 hat Schöck die Entwicklung einer neuen Generation des ComBAR®-Bügels abgeschlossen und deren Serienfertigung begonnen. Seit der Markteinführung im Jahr 2003 sind die geraden ComBAR®-Stäbe als die hochwertigste Glasfaserbewehrung auf dem Weltmarkt bekannt. Nun gilt das Gleiche auch für gebogene ComBAR®-Stäbe bzw. für ComBAR®-Bügel.

Schöck hat die Bügel vollständig überarbeitet. Alle Stabdurchmesser haben jetzt ein spiralförmiges Hüllrohr und die bei der Herstellung verwendeten Materialien wurden deutlich verbessert. Das Ergebnis sind Bügel mit einem E-Modul von 55.000 N/mm² (in der Biegung) und einer Langzeitzugfestigkeit von über 200 N/mm². Die Langzeitfestigkeit der Bügel wurde gemäß dem Dauerhaftigkeitskonzept der fib (The International Federation for Structural Concrete) nachgewiesen, welches im Zusammenhang mit den Zulassungen der geraden ComBAR®-Stäbe in Deutschland und Holland entwickelt wurde. Somit kann dieser Wert für den Einsatz bei allen Bauvorhaben in einem normalen Europäischen Klima angesetzt werden.

Dadurch, dass die Rippung über die gesamte Länge des Bügels kontinuierlich verläuft, also auch in den Bereichen der Biegungen, werden sowohl im geraden als auch in den gebogenen Bereichen hohe Verbundspannungen erreicht.

Die neuen Bügel werden in drei Nenndurchmessern hergestellt: 12, 16 und 20 mm. Es können alle im Betonstahl gängigen Biegeformen hergestellt werden. Biegungen in zwei Richtungen sind möglich, ebenso wie das Herstellen von Spiralen. Der minimale Biegerollendurchmesser ist aus technischen Gründen sieben Mal der Nenndurchmesser (7 x Ø). Bügelabmessungen bis 2,0 x 3,2 m sind möglich. Die maximale abgewickelte Länge eines Bügels ist 6,5 m.

Fast zeitgleich mit dieser Materialentwicklung hat Professor Hegger von der RWTH Aachen ein großes Materialübergreifendes Forschungsvorhaben zur Querkrafttragfähigkeit von Betonbauteilen mit Faserverbundbewehrung abgeschlossen. Das Ergebnis ist ein Konzept für die Querkraftbemessung dieser Bauteile. Es erlaubt die Bemessung von Bauteilen mit Biegebewehrung aus Glasfaserstäben und von Bauteilen mit einer Kombination aus Biege- und Querkraftbewehrung. Die ermittelten Tragfähigkeiten liegen deutlich über denen, die unter Ansatz der bisherigen Verfahren erzielt werden konnten. Das Konzept soll in die erweiterte Zulassung von ComBAR® einfließen.