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Trittschallportal: Bauaufsichtliche Anforderungen nach DIN 4109

Bauaufsichtliche Anforderungen nach DIN 4109

Die Anforderungen an den Schallschutz werden in bauaufsichtlich und privatrechtlich geschuldete Anforderungen eingeteilt. Die bauaufsichtlich geschuldeten Anforderungen sind im Sinne des Gesundheitsschutzes definiert und dürfen auf keinen Fall unterschritten werden, selbst wenn der Bauherr damit einverstanden wäre. Die privatrechtlichen Anforderungen sind höhere Anforderungen, die gegenüber dem Bauherrn geschuldet und im „üblichen Wohnungsbau" zu erwarten sind. Sie müssen mindestens den anerkannten Regeln der Technik (a.R.d.T.) entsprechen.

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Somit ist bei der Festlegung der Mindestanforderungen sowohl der bauaufsichtlich als auch der privatrechtlich geschuldete Schallschutz zu berücksichtigen.

Anforderungen an den Schallschutz von Treppen, Laubengängen und Balkonen

Die DIN 4109 Teil 1 regelt die Mindestanforderungen an den Schallschutz. Diese Norm wird bauaufsichtlich eingeführt und ist somit rechtlich bindend. Derzeit sind in Deutschland je nach Bundesland drei verschiedene Ausgaben der DIN 4109 bauaufsichtlich eingeführt. Die DIN 4109:1989-11, DIN 4109-1:2016-07 und die DIN 4109-1:2018-01. Bei der Planung ist zu berücksichtigen, dass sich die Ausgaben inhaltlich unterscheiden. Es empfiehlt sich deshalb die Norm tagesaktuell zu prüfen.

Der bauaufsichtliche Nachweis dieser Anforderungen ist zum Zeitpunkt des Bauantrages geschuldet. Des Weiteren sind für ein Bauvorhaben zum Zeitpunkt der Bauabnahme die baurechtlichen Anforderungen maßgebend. Diese sind privatrechtlich dem Bauherrn gegenüber geschuldet. Daher sollte bereits weit vor der bauaufsichtlichen Einführung der DIN 4109 mit den neuen Mindestanforderungen geplant werden. Denn es ist davon auszugehen, dass die gültigen Mindestanforderungen bei der Bauabnahme als Mindestmaß für die allgemein anerkannten Regeln der Technik gelten.

Im Vergleich zur DIN 4109 vom November 1989 wurden die Anforderungen an Treppen in Mehrfamilienhäusern und Bürogebäuden von einem zulässigen bewerteten Norm-Trittschallpegel L'n,w ≤ 58 dB auf L'n,w ≤ 53 dB verschärft. Die Anforderungen an die Trittschallübertragung von Treppen in Doppel- und Reihenhäusern zum fremden, benachbarten Aufenthaltsraum wurden von L'n,w ≤ 53 dB auf L'n,w ≤ 46 dB verschärft. Die Anforderungen an Laubengänge haben sich seit November 1989 nicht verändert und liegen weiterhin bei einem zulässigen bewerteten Norm-Trittschallpegel L'n,w ≤ 53 dB. In der DIN 4109 Teil 1 vom Januar 2018 werden erstmals Mindestanforderungen an die Trittschallübertragung von Balkonen in fremde Aufenthaltsräume an den zulässigen bewerteten Norm-Trittschallpegel von L'n,w ≤ 58 dB gestellt.

Die folgende Tabelle gibt die Übersicht der bauaufsichtlichen Mindestanforderungen nach DIN 4109:1989-11, DIN 4109-1:2016-07 und DIN 4109-1:2018-01, für Treppenläufe, Podeste, Laubengänge und Balkone:

Hinweis:

Die Mindestanforderungen an Treppen in Mehrfamilienhäusern mussten in der DIN 4109:1989-11 nicht berücksichtigt werden, wenn Aufzüge vorhanden sind. Dies hat sich mit der DIN 4109-1 von 2016 bzw. 2018 geändert. Seit 2016 müssen die Mindestanforderungen an Treppen grundsätzlich eingehalten werden.

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