Bis Ende 2013 soll auf dem bestehenden Werksgelände ein neuer hochmoderner Steinkohleblock entstehen. Dabei wird seitens des Mannheimer Großkraftwerks besonderen Wert darauf gelegt, dass einerseits die Klimaschutzziele des Landes Baden-Württemberg eingehalten werden und andererseits die Stromerzeugung verdoppelt wird. Neuste Technologie im Bereich der Erzeugung von Strom und Fernwärme bilden hier die Grundlage für eine effiziente und umweltschonende Strom- und Fernwärmeerzeugung. Durch die Stilllegung ältere, nicht mehr effizienten Blöcke, kann bei einer Erhöhung der Erzeugung, trotzdem die Schadstoffemission verringert werden.
ComBAR Bewehrung sollte hier im Bereich des Kühlwassersystems zum Einsatz kommen. Das benötigte Kühlwasser wird über ein Entnahmebauwerk dem Rhein entnommen, dabei durch mehrere Stufen gereinigt und später über Pumpen dem Kondensator zugeführt.
In 4 Bohrpfählen mit einem Durchmesser von 1,2m wurde die ComBAR – Bewehrung im Bereich, welche später durch eine Tunnelbohrmaschine (TBM) durchfahren wird, eingesetzt. Da ComBAR die Eigenschaft aufweißt zerspannbar zu sein, ist hier ein optimaler Einsatzbereich. Die Bohrpfähle von einer Gesamtlänge von ca. ….m werden aus drei Teilen gefertigt. Einem unteren Stahlkorb, einem stahlfreien Bereich von ca. 6m mittels ComBAR, sowie einem oberen Stahlkorb. Alle ComBAR – Körbe werden vor Ort angefertigt, hierbei bietet die Firma Schöck eine genau Einweisung, sowie einen Ansprechpartner vor Ort an. Die Handhabung und Verarbeitung von ComBAR – Stäben ist für viele Unternehmen Neuland und der Bau der Körbe ist nicht zu Vergleichen mit einem Stahlkorb, somit sind Einweisung und Termine vor Ort ein nicht zu unterschätzendes Leistung der Firma Schöck, um einerseits den richtigen Einbau zu gewährleisten und andererseits das statische Tragverhalten zu garantieren.
Der Einbau der Bohrpfähle läuft dann immer wieder nach folgendem Schema ab: Der untere Stahlkorb wird in den Bohrpfahlmantel eingeführt, darauf wird der ComBAR – Korb gesetzt und mit dem unteren Teil verbunden und zu letzt wird der obere Korb eingeführt und mit dem ComBAR – Korb verbunden. Beim Aufstellen von einem ComBAR – Korb ist besonders darauf zu achten, dass nicht direkt am ComBAR – Stab angeschlagen werden darf, sondern immer an den von Schöck ausdrücklich dafür bestimmten Punkte anzuschlagen ist, des Weiteren ist darauf zu achten, dass die Körbe beim Anheben nicht über den Boden gezogen werden.
Bei diesem Bauvorhaben wurde von der ComBAR – Anwendungstechnik eine sichere, stabile und tragfähige Konstruktion erstellt. Hierbei wurden 6 Längsstäbe aus Glasfaser als Abstandhalter zwischen dem Ober- und Unterkorb hergestellt, da lediglich Längsstäbe ausknicken können. Am 21.05.2010 wurde der erste von vier Körben eingebaut.
Bauherr: Großkraftwerk Mannheim
Planer: Leonhardt, Andrä & Partner, Stuttgart
Hier wurde das Produkt Schöck ComBAR® verwendet. |